Geschichte - seit 1894  Zimmerei Socher!
    1894 kaufte Zimmermeister Ludwig Socher aus Wagneritz (Rettenberg) - dort 1870 geboren - also mit 24 Jahren, von der Witwe Ursula Burger das Haus Nr. 4 in Sigishofen. Er heiratete Therese Guggenmoss aus Tiefenberg, die 1895 den ersten von 7 Söhnen und einer Tochter auf die Welt brachte. Das Haus in Sigishofen war ein landwirtschaftliches Anwesen, in dem eine Zimmerei eingerichtet wurde und selbstverständlich auch noch eine kleine Landwirtschaft mit 5 Kühen betrieben wurde. Dies blieb auch grundsätzlich so bis 1955.

    Die aus Wagneritz stammenden Socher waren dort seit urdenklicher Zeit Zimmerleute, und es war ja früher fast nur möglich, Zimmermeister zu werden, wenn man aus einer Zimmermeister-Familie kam. Wie weit diese Tradition tatsächlich zurück geht, ist nicht mehr genau feststellbar.

    Im Urbar der Pfarrei "Stephans Röttenberg" von 1441 taucht der Name Socher erstmals in einer Jahrtagstiftung auf.

    Und wie es eben üblich war, lernten alle 7 Söhne des Ludwig Socher das Zimmererhandwerk. Die Tochter und die Söhne heirateten und zogen aus; drei Söhne nach USA und der zweitjüngste, Vitus Socher, geb. 1908, übernahm 1932, also auch mit 24 Jahren, den Betrieb.

    Im selben Jahr heiratete er Blanka Erd aus Halden. Aus dieser Ehe stammen 3 Töchter und ein Sohn, der ebenfalls wieder das Zimmerer-Handwerk erlernte. Aus dem Haus 4 in Sigishofen war mittlerweile eine Pension entstanden und die Zimmerei zur Säge mit Stadel ausgesiedelt und der Standort an den Dorfrand verlegt. Armin Socher übernahm, nachdem sein Vater Vitus Socher 1965 gestorben war, diesen Stadel mit einer Säge und 2 Zimmerleuten.

    Im selben Jahr wurde er nach dem Studium in München Hochbau Dipl.-Ing.(FH) und führte den Betrieb mit 22 Jahren ohne Betriebspraxis weiter und arbeitete nebenbei in einem Architektur-Büro. Der Betrieb expandierte und wuchs zum Holzbaubetrieb mit 40 Mitarbeiter. Der Betrieb ist auch Gründungsmitglied im Arbeitskreis "Zimmermeister-Haus".

    Um den Betrieb aus der entstandenen Enge herauszunehmen und um die Arbeitsabläufe zu optimieren kaufte Herr Socher auf der anderen Straßenseite ein Grundstück mit ca. 3 ha in der logischen Annahme, daß eine Betriebsverlagerung unproblematisch ist.

    Der Kauf wurde am 25. Oktober 1991 vollzogen. Kurz danach wurde ein Bebauungsvorschlag dem Gemeinderat vorgelegt, der Mehrheitlich (7:6) abgelehnt wurde. Alternativvorschläge wurden ebenfalls über die Jahre hinweg mehrheitlich abgelehnt. Neuinvestitionen waren aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht mehr möglich. 1997 wurde dann eine verkleinerte Form (1 ha) für die Betriebsverlagerung genehmigt.

    Da jedoch in den vergangenen Jahren die Finanzierung des Grundstückes hohe Kosten verursachte und die Baukonjunktur erheblich nachließ, war eine Finanzierung der Betriebsverlagerung unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr geraten.

    Aus diesem Grund hat Herr Armin Socher den Betrieb "Socher Holzbau" zum 31.01.2002 geschlossen.
    Die "Socher Wohnbau" wurde 2009 beendet.

    Armin Socher widmet sich mittlerweile mit seiner Bauerfahrung hauptsächlich der (siehe SiGeKo) Sicherheits- und Gesundheitskoordination.

    Gerhard Socher ist Dipl. Ing. (FH) Bau und führt Blower-door-Messungen durch (siehe Blower-door).

    Monika Socher ist Schreinermeisterin und Bauzeichnerin (siehe Küchen)